Kurze Gründungsgeschichte:
Am 30. April 1898 wurde der Dresdner Sport-Club in der Gaststätte des Dresdner Hotels "Stadt Koblenz" gegründet.
Hervorgegangen ist dieser Verein aus dem Neuen Dresdner Fußball-Klub und dem Dresden English Football-Club. Die damaligen Mitbegründer wollten einen Sportclub gründen, in dem nicht nur der Fußball zu Hause war, sondern auch andere Sportarten.
In der Leichtathletik macht sich der DSC in den Jahren von 1898 bis 1908, um den großen Sport verdient. Mit einem großen Leichtathletik-Meeting am 4. September 1898 in Dresden begann vier Monate nach der Gründung die Aufwärtsentwicklung der Abteilung des DSC ihren Anfang zu nehmen.
Die Fußballer konnten von 1905 bis 1909 die Meistertitel für Ostsachsen für sich buchen.
Rudolf Harbig wurde 1938 Europameister im 800-Meter-Lauf und mit der deutschen Staffel im 4x400 Meter Staffellauf. Er lief 1939 und 1941 Weltrekorde über 400 Meter in Frankfurt, 800 Meter in Mailand und 1.000 Meter in Dresden. Seit 1951 trägt das Stadion im Ostragehege seinen Namen.
Der Fußballer Helmut Schön wurde mit dem Dresdner SC 1943 und 1944 Deutscher Fußballmeister, mit der SG Friedrichstadt 1950 Vize-DDR-Meister und gewann 1941 und 1942 den Tschammerpokal (Vorgänger des DFB-Pokals). Helmut Schön bestritt als Stürmer zwischen 1937 und 1941 16 Länderspiele für Deutschland und erzielte dabei 17 Treffer. Damit ist er von den Spielern mit mindestens zehn Länderspielen nach Gerd Müller der Spieler mit der zweitbesten Torquote.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges werden gemäß Kapitulationsbestimmungen alle Vereine aufgelöst. Der Nachfolger des DSC heißt fortan Sportgemeinschaft Dresden-Friedrichstadt, die am 01. Januar 1946 gegründet wurde.
Somit konnten die Fußballer an alte Erfolge anknüpfen. Bereits kurz nach dem Krieg finden sich wieder durchschnittlich 28.000 Zuschauer im Ostragehege ein.
Aufgrund politischer Entscheidungen wird die SG Friedrichstadt aufgelöst. Nach mehreren Zuläufen und Umbenennungen in Sportgruppen und Betriebssportgemeinschaften entstand am 21. November 1954 der Sportclub Einheit Dresden.
Im Dezember 1954 erfolgte beim SC Einheit Dresden die Gründung der einzelnen Sektionen.
Zunächst wurden 13 Sportarten beim SC Einheit Dresden ausgeübt: Fechten, Fußball, Handball-Frauen, Kegeln, Kunstschwimmen, Leichtathletik, Rudern, Schach, Sportschwimmen, Tischtennis-Frauen, Wasserball und Wasserspringen.
Im Februar 1955 wurde die Abteilung Turnen des SC Einheit Dresden und damit die Übernahme der Reste des seit 1945 verbotenen Allgemeiner Turnverein Dresden gegründet.
1959 kam, hervorgehend aus dem Stützpunkt Meißen, das Gewichtheben hinzu und auch die Bergsteiger frönten ihrer Sportart ab 1961 beim SC Einheit. Ab dem Februar 1960 kam der Kanusport hinzu. Zum 1. Juli 1960 wurde die Sektion Eishockey eingegliedert, im Frühjahr 1962 folgte das Eiskunstlaufen und 1970 einer der erfolgreichsten Sparten, nämlich die Sektion Eisschnelllauf.
Der SC Einheit wird in den Sportarten Radsport, Wassersport, Kraftsport und Turnen zum Zentralklub mit Olympiasiegern und Weltmeistern am laufenden Band. Damit hatte der SC Einheit Dresden mit 19 Sparten eine Größenordnung erreicht, die den Klub zu einem der größten Leistungs-Sportclubs der DDR machten.
Januar 1966 beschließt die Fußballabteilung des SC Einheit Dresden sich als Fußballspielvereinigung Lokomotive Dresden selbständig zu machen.
Im April 1990 wurde der Sportverein „Dresdner Sportclub 1898 e.V.” wieder gegründet.
Er versteht sich als Nachfolger des im Jahre 1898 gegründeten „Dresdner Sport-Club“ und des 1954 gegründeten „Sportclub Einheit Dresden”. Damit wurden auch alle Sektionen des SC Einheit Dresden im Dresdner Sportclub 1898 e.V. integriert.
Im Juli 1990 tritt auch der FSV Lokomotive Dresden dem Dresdner SC 1898 bei.
Zunächst wurden 10 Abteilungen: Fechten, Fußball, Gewichtheben, Kanu, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Turnen, Volleyball und Wasserspringen gegründet. Durch den Anschluss der Abteilung Schach im Sommer 1992 an den Dresdner Sportclub hat dieser im Jubiläumsjahr 1998 2.724 Mitglieder und ist somit der viertgrößte Dresdner Sportverein, dazu sind drei Bundesstützpunkte, fünf Landesstützpunkte und fünf Talentstützpunkte integriert.
Im Februar 1999 macht sich die Fußballabteilung des DSC 1898 selbständig und schließt sich dem im Dezember 1998 gegründeten Dresdner SC Fußball 98 an.
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